Saisonabschluss – Pfalztrail 2017

Also doch nochmal in die Pfalz. Der Erstversuch über deutlich-mehr-als-Marathon hat ja letztes Jahr erstaunlich gut geklappt. Ich hatte also überlegt, diesen Herbst wieder eine längere Strecke zu laufen. Gerne auch mal etwas anderes. Aber da die Termine alle nicht so wirklich passten, tut es ja auch eine Wiederholung des Bekannten. Ich weiß also, was da auf mich zu kommt. Und frage mich, ob das nun von Vorteil ist oder ob mir lieber wäre, ich wüsste es nicht.

Da ist es wohl besser, sich auf den Vorteil zu besinnen. Was hat letztes Jahr gut geklappt? Wo waren die Schwachstellen? Aaah ja, da war etwas mit dem Rahnenfels bei ca. Km 65. Da bin ich gefühlt hoch gekrochen. (Ja, doch, der Ausblick ist gigantisch.) Und runter konnte ich, als es steil wurde, kaum laufen. Die Beine waren butterweich…. Alle steileren Steigungen danach waren Quälerei. Laufen ging nicht mehr. Gehen tat auch weh. Also ist klar: Ich muss üben, steile Berge zu gehen.

Und dann war da noch die Sache mit der Schwächelphase von 65-75 oder so. Das müsste man auch noch minimieren. Klar spielt da der Kopf auch eine Rolle. Aber das Stehvermögen sollte ich also auch noch verbessern. (Wie auch immer.)

Das Frühjahr ist gut gelaufen. Jetzt folgt der Fokus auf den Herbst. Letztes Jahr hatte ich zwei längere Läufe in der Vorbereitung (58, 62km), den Rest der langen Läufe zwischen 30 und 40km. Hat gut funktioniert. Wird beibehalten.

Test eins: Bärenfels Sommer-Trail. 62km.

Ein paar Wochen vorher: Ich fühle mich stark. Komme auf die Idee, noch etwas Neues ins Training einzubauen. Kampfansage an die Verklebungen und Verkürzungen in der (teilweise doch recht einseitig benutzten) Muskulatur. Flexx-Training. Streckt die Muskeln, zieht sie auseinander. Und uuuups, das war gar keine Kraft in den Beinen, das war alles nur fest. Bergauf laufen? Ach du Sch…., da geht fast gar nichts mehr. (o.k., es hieß ja, die ersten Wochen werden hart. Aber wie viele Wochen sind die ersten Wochen? Mann, ist das besch…eiden.) Bis zum Sommertrail ist es wieder etwas besser. Bergauf ist nach wie vor etwas zäh. Aber: Ich habe nachher Muskelkater im Allerwertesten. Hatte ich seit Langem nicht mehr. Heißt: Der Muskel arbeitet wieder mit. Eigentlich ein Grund zur Freude. Wenn jetzt die hinteren Oberschenkel mal wieder fit würden…

Ein Durchhänger in der dritten Runde. Die Gesamtzeit etwas langsamer als letztes Jahr (o.k., die Strecke war m.E. auch etwas anspruchsvoller.) Was mache ich jetzt damit zur Einschätzung, wo ich momentan stehe? Keine Ahnung.

Zwischendurch im Training mal wieder so ein Tag, an dem es dermaßen zäh ist, dass ich den langen Lauf nach gut einer Stunde abbreche. (Am Tag nach dem Flexx ist es nicht ratsam, sich etwas anspruchsvolleres vorzunehmen. Wieder etwas gelernt. 😉 )

Test 2: Panoramalauf rund um die Burg Are. 52 km.

Der Beginn zu schnell. Im Pulk mitgerannt. Und irgendwie ging es auch immer nur hoch oder runter. Fühlt sich fies an. Nach 20km wird es besser. Aber die gewohnte Spritzigkeit findet sich nicht ein.

Meine Gesamteinschätzung läuft darauf hinaus auf: Ich bin vermutlich etwas langsamer als letztes Jahr um die Zeit, habe aber mehr Kraft bis zum Schluss. Tja.

Also setzen wir uns mal ein Minimalziel, ein (defensiv-realistisch geschätztes) zu erreichendes Optimum und ein paar Möglichkeiten dazwischen. Letztendlich kann ich ja eh nur laufen, wie es an dem Tag gerade geht. Die gesamte Strecke zu ballern ist sowieso illusorisch.

Also mache ich mir folgenden Plan:

Minimalziel: Keinen Mist bauen unterwegs und gut ankommen. Ungefähr in der Zeit wie letztes Jahr (plus 10 Minuten.) Das sollte auf jeden Fall drin sein. (Sagen wir unter 9:40.)

Oder: Vielleicht klappt es ja auch etwas schneller als letztes Jahr. Das wäre natürlich cool, denn 3-4 Minuten schneller hieße (knapp) den Streckenrekord unterbieten. (Der steht bei 9:30. Dafür würde es fast schon reichen, an der Verpflegung schnell zu sein.)

Rein rechnerisch – wenn alles glatt läuft – könnte ich aber auch im Schnitt von 6:30min./km (Trainingstempo auf kürzere vom Profil vergleichbare Strecken) plus – sagen wir 5 Min.- Aufschlag, also ca. 9:20. Das wäre natürlich…nett. 🙂

Da ich aber solch eine Strecke nicht nach Uhr laufen kann, bleibt es eine Überraschung. (Ein paar Zwischenzeiten können unterwegs vielleicht zum Vergleich herhalten. Wenn die Uhr die km halbwegs genau misst.) Aber der Rest ergibt sich dann. Und ab und zu ernsthaft austesten, was geht ist eins. Aber ich will auch über den ganzen ambitionierten Überlegungen den Spaß nicht vergessen.

Samstag früh. Aufstehen um drei. Freiwillig. Da regen sich schon Zweifel ob der geistigen Gesundheit. (Aber ich bin ja nicht die einzige….) Noch einen Kaffee und ein süßes Müsli einhelfen. Viel zu früh zum Frühstücken. Draußen sind es sieben Grad. Nicht gerade kuschelig warm. Auf der Autobahn unterwegs zeigt das Thermometer sogar 3-4 Grad an. Das wird zwar ein sehr erfrischender Start, bietet aber auch die Aussicht auf angenehme Lauftemperaturen tagsüber. Immerhin bin ich ja bis ca. 16 Uhr unterwegs.

Alles läuft entspannt. Der Shuttleservice vom Parkplatz zum Start ist wie immer perfekt. Einen herzlichen Dank an die Helfer, die freiwillig zu solch früher Stunde für uns bereit stehen. Im Startbereich sind auch schon viele Leute unterwegs. Es ist schön, wieder (wie jedes Mal) bekannte Gesichter zu sehen. Noch etwas rumsitzen, unterhalten, warten.

Dann ist es allmählich so weit. Ich könnte jetzt behaupten, ich bin völlig entspannt. Die Verdauung sagt etwas anderes.

Endlich geht es los. Wir stehen im Startbereich. Eine muntere (halbwegs) Menge Leute. Freudig gespannt auf den kommenden Tag. Noch ist es dunkel. Viele haben Stirnlampen dabei. Der erste Teil der Strecke führt durch den Wald. Wer da keine Lampe hat, muss sehen, dass er sich jemanden sucht, der ihm den Weg leuchtet. Eine kurze Ansprache, runterzählen und los.

Ich bin erstaunt. Die Meute hetzt nicht los wie letztes Jahr. Dieses Mal geht es relativ gesittet zu. Schade. Dann werden nachher weniger Läufer zu überholen sein. Nach einem kurzen Stück auf der Straße schickt uns die Streckenführung direkt in den Wald. Pfade. Kaum überholen möglich. Aber wozu auch? Alles, was man jetzt zu schnell, zu ungeduldig, zu angespannt läuft, rächt sich nachher. Am besten laufe ich mich erst einmal in Ruhe ein. Locker, entspannt, nicht zu schnell. Ich habe ja auch noch stundenlang Zeit, schneller zu machen. (Soweit die Theorie. Ich weiß ja, dass ich im letzten Drittel froh bin, wenn ich dieses Tempo überhaupt halten kann.)

Letztes Jahr fühlte ich mich so gut vorbereitet. Energiegeladen, spritzig. Und nun? Bergauf ist noch immer nicht meine Lieblingsrichtung. Das war mal anders. Die Devise dieses Jahr heißt: Locker auf der Geraden, den Schwung mitnehmen bergab (aber bloß nicht übertreiben) und bergauf schonen. Na, wenn das mal was wird. Wobei: wenn es bergauf nicht deutlich schlimmer wird, ist alles o.k.

Letztes Jahr hatte ich auf der ersten Hälfte das Gefühl, ich bin eigentlich ein wenig zu schnell. (Wieso eigentlich? Wenn es sich zu schnell anfühlt, dann ist es zu schnell.) Dieses Jahr mache ich den Fehler nicht. Aber was sagt die Uhr? Bin ich langsamer? Und wie viel?

Ich laufe mit wechselnden Begleitern. Claudia, die letztes Jahr zweite wurde ist vor mir. (So ungefähr bei der Hälfte hatte ich sie überholt. War so nicht geplant. Und dann hatte ich die ganze Zeit das Gefühl, sie sitzt mir im Nacken.) Dann laufen wir ein Stück zusammen. Sie macht nicht so schnell. Ist heute nicht drin. Nachher erfahre ich, dass sie sich unterwegs verletzt hat und ausgestiegen ist. Schade. Aber auch das kann leider vorkommen.)

Einen Teil der Zeit laufe ich dann mit ein zwei anderen Läufern. Die sind stark. Bergauf immer viel zu schnell für mich. Bergab oder spätestens bei der Verpflegung treffe ich sie wieder. Ich gehe davon aus, dass sie mich irgendwann stehen lassen. Wenn ich nachher langsamer werde.

Km21. Wenn die Uhr richtig misst, bin ich ein bis zwei Minuten früher hier als letztes Jahr. (Dass das mit den Kilometern nicht so genau ist in dem Gelände, weiß ich ja. Aber zumindest scheine ich dann in etwa eine ähnliche Pace drauf zu haben. Und habe mich dieses Mal nicht zu sehr angestrengt und beeilt.)

Battenberg. Verpflegung. Das Schloss. Man darf hier durch einen schönen mediterranen Garten laufen. Es duftet herrlich nach Lavendel und anderen aromatischen Pflanzen.

Ich treffe die Herren wieder. Sie halten sich noch am VP auf. Ich bleibe nicht lang. Ein halber Becher Iso und weiter. (Ich hatte im Vorfeld überlegt, wo ich Zeit einsparen kann. Außer durch schnelleres Laufen. Eine Möglichkeit ist auf jeden Fall die Optimierung der Pausenzeit am VP.)

Hinter dem Ort begann letztes Jahr Aufholjagd. An jeder längeren Steigung habe ich ein paar Läufer eingesammelt. Hat richtig Spaß gemacht. (Und von der Anstrengung abgelenkt.) Und dieses Jahr? Nicht so wenige vor mir. O.k., die sind ja auch alle recht gesittet losgelaufen. Und vielleicht bin ich ein bisschen schneller als letztes Jahr. Auf jeden Fall habe ich nur ein paar Leute in Sichtweite vor mir. Und die laufen in etwa mein Tempo. Ist nix mit überholen. Ach ja, und ich springe nicht so locker-flockig die Berge hoch wie letztes Jahr. Gemach, Gemach. Bergauf schonen.Locker bleiben. (Einfach nachher nicht langsamer werden ist auch eine Möglichkeit, schneller zu sein als letztes Jahr. Haha, toller Plan.)

Es geht wieder in den Wald. Hoch und runter, schöne Pfade wechseln ab mit Waldwegen.

Die Streckenmarkierung ist wirklich idiotensicher. Flatterband alle paar Meter. Da beginnt man, sich zu fragen, ob man noch richtig ist (nein, ich habe unterwegs keine Abzweigung gesehen), wenn mal ein paar Minuten kein Band in den Bäumen hängt. Selbst total im Tunnel mit Blick auf den Boden kann man die Abzweigungen nicht verpassen. Fette Pfeile aus Kreide oder Spänen deuten den Weg. Die nicht zu laufenden Wege teilweise mit Strichen quer „abgesperrt“. (Wie konnte es passieren, dass wir letztes Jahr etwas übersehen haben?)

Ungefähr die Hälfte geschafft. Ein paar Minuten früher als letztes Jahr. Da aber die Uhr definitiv nicht mehr mit den km-Angaben am VP übereinstimmt – es ging wohl zu viel auf verschlungenen Pfaden hin und her, da hat Garminchen mal wieder Mist gemessen – kann ich nicht sagen, wie viel schneller. Aber: erstens kann ich sowieso nicht mehr tun als zu laufen und zu versuchen keinen Mist zu bauen. Und zweitens: Wenn ich in etwa das Tempo vom letzte Jahr habe, dann würde es ja schon reichen, möglichst nicht zu viel langsamer zu werden.

Mich zu motivieren, wenn es zwischendurch zäh wird ist, dieses Jahr allerdings nicht ganz so einfach. Ich laufe alleine. Eigentlich schon fast seit km30. Ab und zu treffe ich mal wen. Ab und zu läuft man zusammen. Aber spätestens nach der halben Strecke war es das dann auch.

Einen jüngeren Läufer treffe ich nun immer wieder. Das ist nett. Die Familie findet sich an jeder Verpflegung ein. (Die Frau und zwei kleine Kinder.) Da treffen wir uns. Dann laufe ich weiter. Er holt mich ein, läuft ein Stück mit, läuft vor. Das selbe Spiel am nächsten VP wieder. (O.k. Gegen Ende ist er dann nach vorne verschwunden. Ich bin dann doch langsamer geworden. 😉 )

Die Erinnerungen verwischen etwas.

Der Rahnenfels. Was habe ich da letztes Jahr gekämpft. Erst läuft man bergauf, dann bergauf, und wenn man denkt, es reicht jetzt aber mal, wird es steil. Ich beginne zu gehen, bevor das Laufen fies wird. Jogge zwischendurch. Gehe wieder. Am letzten steilen Stück steht der Fotograf. Derselbe wie letztes Jahr. Immer gut gelaunt und begrüßt die Leute.

Ich steige das letzte steile Stück hoch. Erstaunlich. Hier bin ich letztes Jahr gefühlt gekrochen. Das war so sch…. anstrengend. Und jetzt? Kann ich kraftvoll weiter bergauf gehen. Das ist doch schon mal was. Oben angekommen werde ich mit einem „Erste Frau“ empfangen (Ja, weiß ich.). Kommentiere aber nur mit einer Mischung aus Stöhnen und Seufzer. (Dass es besser läuft als letztes Jahr, heißt ja nicht, dass es nicht anstrengend ist. Es tut nur noch nicht weh.) Die Reaktion: „Ja, das hilft jetzt auch nichts.“ Da muss ich dann doch grinsen. So isses.

Nach einem kurzen Blich ins Tal (So eilig kann man es gar nicht haben, dass man sich die Kulisse entgehen lässt.) geht es wieder bergab. Die Stelle, an der ich letztes Jahr kaum laufen konnte, weil ich Angst hatte, meine wabbelig-weichen Beine geben dann einfach unter mir nach. Und heute? Nichts. Ich kann laufen. Yeah. Es klappt. Wenn da nicht dieser doofe Nerv wäre, der sichplötzlich im Knie eingeklemmt hat. Och nööö. Ich versuche, so aufzutreten, dass das Ziehen möglichst gering ist. Zum Glück merkt man das nur bergab. – Also in der Richtung, in der ich Zeit gut machen könnte. Könnte…. So nach und nach gelange ich in die Null-Bock-Phase, in der ich jeden Grund zum Abbrechen mit Freuden akzeptieren würde. Kann das nicht schlimmer werden mit dem Ziehen? Dass ich aufhören muss? Hey, was denkst du denn da gerade für einen Mist? Nee, aber ich habe echt keinen Bock mehr. Es ist gerade total blöd. Und anstrengend. Und alleine laufen ist auch doof. Aber du wolltest es so. Mach die Musik lauter und hör auf zu jammern. Na gut. Ich weiß ja, es wird auch wieder besser. (Und hatte ich nicht im Vorfeld irgendjemandem gegenüber mal erwähnt, dass ein gewisses Maß an Selbsterfahrung und Krisenmanagement immer mit dabei sind? Und dass das die Sache auch spannender macht? – Zumindest im Nachhinein.)

Da ist diese Burgruine, durch die man durchlaufen muss. Kurze Irritation, wo geht es weiter?

Ein Berg, die nicht zu enden scheint. Gefühlt geht es immer weiter bergauf. Ich muss viel gehen. Bin ich hier letztes Jahr gelaufen? Hinter der nächsten Kurve schon wieder bergauf. Ich habe das Gefühl, ich bin patt. Aber bin ich wirklich schon so k.o. oder liegt es am Berg?

Ich versuche mich zu motivieren. Vielleicht über die Zeit? Nein. Wenn ich hochrechne nach dem, was die Uhr sagt, muss ich sehen, dass ich vorwärts komme, um ähnlich wie letztes Jahr ins Ziel zu kommen. Zumindest fühlt es sich noch gut an. Gemessen an der Strecke, die ich schon hinter mir habe. Und besonders im Vergleich zum letzten Jahr.

Hönningen. Der letzte große VP. Letztes Jahr war ich hier so ziemlich durch. Beim Essen lieber nicht stehen geblieben, sonder etwas hin und her gegangen, damit die Beine nicht dicht machen. Dieses Jahr? Fühlt sich alles noch gut an. Zwar erschöpft, aber nicht völlig am Ende. Eine halbe Cola, Wasser, ein Stück Schoki (eher für den Kopf) und weiter. Letztes Jahr sind wir hier noch ein gutes Stück gegangen („Da hinten bei dem Auto laufen wir dann los….“)

Ach ja, „Wie weit ist es noch?“ (Die Uhr behauptet 10 km. Aber ich weiß ja, dass sie letztes Jahr auch zu wenig gemessen hat. Abkürzungen quer durchs Gestrüpp genommen hat, die ich definitiv nicht gelaufen bin.)

„Noch 8 km.“ Waaaas? Kurz überschlagen. Nee, ist nicht möglich. Ich bin auf Kurs deutlich unter 9:30. Wie geil ist das denn. Das mobilisiert noch einmal Kräfte. Weg bin ich. Laufend. Gehen? Ist für Mädchen. 😉

Der letzte steile Berg. Was habe ich hier letztes Jahr gelitten. Laufen ging nicht mehr. Gehen war auch ätzend. Heute marschiere ich das Ding zügig hoch. Überhole zwei vom Halftrail. Oben dann weiterlaufen. Ein paar Downhills, die man schön brettern kann. Länger flach. Ich kann wieder überholen. Zwei Ultratrailer, die eine der Abkürzungen genommen haben. Eine kurze knackige Steigung. Jetzt macht es wieder richtig Spaß. Der nächste Läufer vor mir. Ultra (ohne Abkürzung). Oben am Berg habe ich ihn. Nun verläuft die Strecke nur noch flach. Dann ein Pfad bergab. Zwei Läufer vor mir (Halftrail) „Kann ich durch? Danke.“ Und rollen lassen. Jetzt läuft es wieder. So richtig. (Ja, es ist alles Kopfsache.) Gleich geht es auf die Straße. Letztes Jahr wartete hier ein junger Mann mit dem Rad. Dieses Jahr muss ich alleine weiterlaufen. Nicht mehr weit. Wie weit? Blick auf die Uhr. Nicht trödeln. Es geht in den Ort. Ich bin versucht, schon wieder die Zeit zu checken. Aber was nützt das? Ich weiß ja nicht, wo Schluss ist. Kurve. Noch 200-300m. Endspurt ist nicht mehr drin. Aber auch nicht nötig. (So ein Endspurt wir ja völlig überbewertet. Den Zieleinlauf muss man doch genießen.)

Die haben wirklich und wahrhaftig so ein Band im Ziel zum Durchlaufen? So richtig, wie „bei den Großen“? Hatte ich noch nie. Schon geil.

Die Uhr bleibt stehen bei 9:20 und irgendwas. Punktlandung.

Das war die „Pflicht“. Saisonende. Alles, was dieses Jahr an Läufen noch kommt, ist Kür. Keine Zeitziele. Spaß haben, Leute treffen, Eindrücke sammeln. Herrlich. (Und vielleicht gibt es dann auch mal wieder einen Bericht mit Bildern.)

(Beitragsbild Norbert Wilhelmi)

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