Läuft…..

rückwärts und bergab, aber läuft.

Der Spruch kam mir neulich unterwegs in den Sinn (natürlich beim Laufen). Eigentlich gesamt gar nicht so positiv gemeint, kann ich doch den einzelnen Elementen einige positive Dinge abgewinnen.

Läuft…

aber klar. Solange es/man läuft, passt ja alles. Es läuft wieder. Nach der Regeneration über den Winter nimmt alles allmählich Formen an, Perspektiven tun sich auf. Die Runden werden länger. Es fühlt sich einfacher an, passt so.

Rückwärts…

das Thema begegnet mir neuerdings häufig Freitags. Athletiktraining beim Silvesterlauf-Verein. Jonas und Tim, unsere „Sklaventreiber“ halten viel vom Rückwärtalaufen. (Ihr macht das viel zu selten, müssen wir uns immer vorhalten lassen.) Und was man da alles anstellen kann: Laufen, Skippings, Anfersen,…das komplette Lauf ABC funktioniert (mehr oder weniger gut) auch rückwärts. Selbst Steigerungsläufe (gerne über mehrere Runden in der Halle) sind machbar. Wer hätte das gedacht. 🙂

Angeblich kann man auch rückwärts bergauf laufen. Ich denke, das muss ich irgendwann mal ausprobieren. Was zufällig vorbeikommende Passanten davon halten? Das wäre in der Tat interessant.;-)

Bergab….

Wer behauptet, bergab wäre schlecht? Downhills sind ja sowieso schon eine spaßige Sache. Ich habe also überhaupt nichts gegen bergab. Bergab bewegt sich außerdem so gaaanz allmählich die Pace meiner Läufe. Sekunde um Sekunde weniger auf der Uhr zu sehen. Darüber will ich mich nicht beschweren. Etwas schwerer tut sich die Anzeige auf der Waage. Da dürfte es inzwischen gerne auch mal bergab gehen. (Nicht viel, das Bisschen aber bitte dann irgendwann doch mal.) Meine Hoffnung ist ja, dass es nicht am fehlenden Fettab– sondern am Muskelaufbau liegt. Die Hoffnung stirbt zuletzt 😉

Bergauf dürfte es allerdings jetzt mal mit den Temperaturen gehen. Das nervt wirklich allmählich. Und wenn ich dann demnächst über die „Hitze“ jammere, sage blos keiner, ich hätte mir das ja so gewünscht…

 

 

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Feld- Wald- und Wiesenlauf rund um Trier (Teil 1)

Vor ein paar Jahren hatte ich mal eine Runde rund um die Innenstadt gebastelt. Natürlich mit einigem Abstand, vielen netten Ausblicken und – wo machbar – ohne Asphalt. Gut Marathonlänge. Also ein schöner Feld- Wald- und Wiesenmarathon rund um Trier. (Würde das Ganze ja gerne Trail nennen, wie es manche Veranstaltung mit ähnlicher Strecke tut, aber ehrlicherweise muss ich die leider recht hohen Anteile an Waldautobahn bedenken.)

Andererseits: Wenn die Wege nicht so technisch oder schmal sind, dann hat man auch mal die Möglichkeit, während des Laufens die Landschaft zu betrachten, ohne sich gleich lang zu legen.

Eigentlich hatte ich mit der kompletten Strecke geliebäugelt. Aber der Lauf vom Vortag im Meulenwald und (ganz besonders) der Muskelkater den mir das Athletiktraining vom Freitag beschert hat (An dieser Stelle vielen Dank an Jonas und Tim. 😉  ) , machten die Pläne dann doch zunichte.

Start und Ziel an der Keune Grundschule. Von dort geht es dann auch direkt bergab, um den (noch) motivierten Läufer nach 500 m vor den ersten Berg zu bugsieren. Es gibt da mehrere Möglichkeiten – die man dann nach Lust und Laune wählen kann, je nachdem, wie sehr man seine Mitläufer mag 🙂 . Heute wähle ich ein Mittelding. Geradeaus den Berg hoch, aber nicht an der steilsten Stelle. Das muss reichen.

Der erste Teil der Strecke verläuft großenteils im Weinberg. Vorbei an Thiels Burg, an der Wehrtechnischen Dienststelle und wieder in die Weinberge. So früh im Jahr ist hier noch alles kahl. Dafür herrschen auch noch nicht die unsäglichen Temperaturen, die der Sommer an dieser Stelle zu bieten hat.

Erste Blicke auf Trier. Die wollen natürlich erarbeitet werden.

Noch ist es kühl 4 Grad waren es, als ich losgelaufen bin. Der Himmel scheint aber aufzuklaren.

Nach dem Abstecher über den Grüneberg geht es auf die andere Moselseite. Ein paar Leute sind hier unterwegs. Klärwerk, Eisenbahnbrücke, Schulzentrum Mäushecker Weg.

Und dann die Straße hoch auf die Bausch. Km11. Fühlt sich bergauf eher wie km 20 an. Ob sich das noch gibt?  Oben staune ich immer wieder über den beschuhten Baum. Und nach Weinkultur und Stadt landet man dann unversehens mitten in der Natur.

Eigentlich ist man jetzt auf der Höhe. Aber es wäre ja doch langweilig, wenn das so bliebe….

Kaum führt der Weg in den Wald, geht es bergab. Erst auf einem Weg, dann steile Treppen bis in den Ortsteil Biewer. Um dann antürlich wieder bergauf zu führen. km 15 , gefühlt km 30. 😦 Zum Glück darf man steile Passagen gehen. Immerhin bin ich inzwischen sicher, dass unter den Muskeln, die ich am Freitag so strapaziert habe, definitiv auch die dabei sind, die fürs bergauf-laufen und -gehen zuständig sind.

Runter, runter und wieder hoch. Dafür wird man dann aber auch mit einer schönen Aussicht belohnt.

Über den Felsenpfad geht es weiter bis zur Mariensäule. Auch hier herrliche Aussicht. Ein paar Touristen (die teilweise mit dem Auto so nah wie möglich fahren). Und weiter über die Höhe, Markusberg, Mohrenkopf. Das Cafe noch verwaist. Ein Blick auf die andere Moselseite. So gaaaanz weit hinten erkennt man die Höhe mit den Windrädern, die möglicherweise noch auf dem Weg liegen wird. (Unglaublich wie lang 30 – 40 km sind, wenn man die Runde vor sich sehen kann.)

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Unten rechts die Brücke, über die es auf die andere Seite zurück geht. Der vorletzte Bergrücken wäre eine mögliche Streckenführung.

Auf dem Weg nach Euren durch den Wald (hier leider nur breite befesigte Waldwege und keine erkennbaren Alternativen) verkürze ich im Geiste die Strecke dann doch. Bergab merkt man den Muskelkater und die müden Beine auch.

Also führt der Heimweg nach der Brücke zunächst durch den Mattheiser Weiher (bzw. um die Weiher herum). Inzwischen herrscht wunderbares Frühlingswetter. An der Härenwies wähle ich dann den steileren Berg. Einerseits ist der kürzer, andererseits darf man den gehen. 😉

Der nächste Stadtteil, der erreicht wird, ist Mariahof. Mit altem Hofgut und viel Grünland. Das zur Zeit in der Diskussion ist, da einer der möglichen Orte für ein Neubaugebiet. Am Brubacher Hof (km30) verlasse ich dann den Kurs und steuere auf direktem Wege wieder den Startpunkt an, das sind immerhin auch nochmal 5 km.

Mattheiser Weiher, Wiesen als zukünftiges Bauland?, geradeaus wieder die Windräder (nächstes Mal), Heimweg

Das Wissen um das absehbare Ende lässt die letzten Kilometer noch einmal leichter werden.

Teil Zwei der Runde wird dann wohl die Tage noch folgen. Mit leichteren Beinen. Und irgendwann dann auch wieder die komplette Runde. Vielleicht ja auch (abschnittsweise?) in Begleitung.

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Klappe die erste: X-Trail des Ardennes 2017

Das war er also, der erste „offizielle“ Lauf für dieses Jahr.

9. X-Trail des Ardennes in Wiltz

Um es vorweg zu nehmen: Ich bereue nichts. 😉

Vielleicht zuerst ein paar Daten und Fakten zu dieser Veranstaltung.:

Da ich 2011 schon einmal dort war, wusste ich so ungefähr, was auf mich zukommt. Die Seite im Internet ist nicht so absolut informativ, aber das wichtigste lässt sich herausfinden. (Inzwischen steht auch die Startzeit drauf. Vielleicht habe ich das aber auch vorher nur übersehen.)

x-trail-ausschreibung

Die Streckenlängen: 7,5km, 14km, 25km. (Die Uhr sagte nachher 24. Was jetzt exakt stimmt, ist letztendlich nicht relevant. Bestzeit läuft hier sowieso niemand.)

Der Streckenverlauf istin der Ausschreibung ersichtlich, sowie das Profil. Leider fehlen in den Angaben die kumulierten Höhenmeter. Die sind nämlich nicht ohne. (Meine Uhr hat knapp 800 gemessen. So ungefähr wird das stimmen.)

Die Idee:

Hinfahren, Spaß haben, zügig bis schnell laufen, aber sich nicht alle machen. Gefühl und Zeit vergleichen und daraus hoffentlich ein Fazit über den aktuellen Trainingsstand schließen.

Da ich mich ja kenne (Startnummer an, Hirn aus), wollte ich dem hirnlosen (Los-)Rennen einen Riegel vorschieben und dachte, ich bin besonders schlau, wenn ich den Lauf mit Vorbelastung angehe.

Dahinter steckte der Gedanke:

a) Ich will das Ding nicht als absolut ernsthaften Wettkampf laufen. (Dafür ist es zu früh im Jahr, es soll ein Formtest sein, und ich will nach ein paar Tagen normal weiter trainieren können.) Trödeln muss zwar nicht sein, aber bis an die Schmerzgrenze muss es auch nicht gehen.

b) Die Strecke ist gefühlt so kurz, dass ich befürchte, wie gestört los zu rennen. Ist ja doch was anderes als ein Ultra. Also sorge ich für eine Vorbelastung am Vortag, damit ich weiß, wenn ich mich zu sehr hinreißen lasse, existiert eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit, dass ich hintenraus ziemlich leide. Vielleicht hilft dieses Wissen ja, den Lauf gesitteter zu gestalten.

Eine Variation der Weinbergs-Höhenmeter-Runde, die ich mit den Mädels gelaufen bin, passt da am Vortag ganz gut. (14 km, ca. 500hm. Man gönnt sich ja sonst nichts.) Ohne zu trödeln, knapp unter 6 Min./km. Vom Tempo her so in etwa das ,was mir für den Sonntag auch vorschwebt.

Sonntag:

Zuerst einmal: Ich merke morgens irgendwie gar nicht, dass ich gestern schon laufen war. Aber das gibt sich bestimmt unterwegs. (Vermutlich auf der zweiten Hälfte der Strecke.)

Wir sind zu dritt unterwegs nach Wiltz. Zwei Läuferinnen, ein Support. (Schön, dass du dabei warst, Nike) Das nächste Mal laufen wir dann alle. Conny läuft die 14km. Ich denke, sie wird vor mir ankommen, es sei denn sie trödelt arg. Aber unter 2 Stunden ist doch sicherlich drin. Das packe ich nie.

Und es ist wie immer: Natürlich schaffe ich es nicht, vor dem Start entspannt zu sein, aber es hält sich alles in Grenzen. Dann schauen wir mal, wie kontrolliert das alles ablaufen wird. Am besten ganz entspannt loslaufen. Es existiert diesbezüglich allerdings ein Problem:                                                                                                                                                     Da ich die Strecke kenne, weiß ich, dass es nach 1 km eng wird und dazu noch bergauf geht. Das bedeutet, auch wenn ich nicht rennen will, sollte ich mich auf dem ersten Kilometer etwas beeilen, sonst hänge ich irgendwo in der Masse fest zwischen Läufern, die zu schnell los gerannt, aber eigentlich viel langsamer sind, und die dann elend langsam gehen.

Nach dem Start hetzt die Meute los. Den Berg hinunter und durch den Ort lasse ich mich kontrolliert mitnehmen, hoffe, dass ich weit genug vorne bin. Sobald es eng wird, reduziert sich das Tempo automatisch. Einige Passagen gehen wir. Das stört hier nicht weiter, viel schneller wäre ich nicht, wenn ich laufe.

Danach versuche ich dann geregelt-schnell zu laufen. Versuche….

In der Gruppe (noch ist es gefühlt recht voll) fällt es mir schwer, mich auf mich selbst zu konzentrieren. Es fühlt sich anstrengender an, als es dürfte. Ich bin noch längst nicht „drin“ im Rennen. Passt das jetzt so?

Auch muss ich feststellen, dass ich es mal wieder absolut nicht schaffe, auszublenden, das da eine Frau so dicht vor mir läuft. Eigentlich sollte mir das egal sein. Das ist auch der erste Punkt, an dem ich arbeite: Mich immer wieder daran erinnern, dass ich heute wirklich nur zum Spaß laufe. Das Ziel ist eine Standortbestimmung, kein „messbares Ergebnis“.

Nach und nach funktioniert es, dass ich mich nicht mehr so ablenken lasse und ich kann einfach laufen.

Die Strecke….

ist genauso fies, wie ich sie in Erinnerung habe. Selten ist es länger am Stück flach. Ab und zu ist direktes Umschalten von bergab zu bergauf gefordert. Aber das kann ich inzwischen. Yesss.

Leider ist der Trailanteil recht gering (schmälert halt den Spaßfaktor ein wenig, aber als Landschaftslauf ist das Ding schon krass.), wobei die schlammigen, aufgeweichten Waldwege auch einiges an Kraft kosten.

Unterwegs….

ist mir durchaus bewusst, dass ich dann doch schneller unterwegs bin als geplant. Statt 6er Schnitt, also auf 2:30h Zielzeit, bin ich eher in Richtung 2:15 unterwegs. Vermutlich wird sich das in der zweiten Hälfte ändern. Je nachdem, wie die Anstiege da aussehen.

Bergauf laufe ich nicht alles. Hätte ich früher vielleicht versucht, die langen Strecken haben mich in der Beziehung gelassener gemacht. Wenn es steil wird, darf man gehen. Wenn es sich gerade zu anstrengend anfühlt (und nicht ganz so steil ist), darf man vorübergehend auch gehen. Die Taktik geht auf. Sobald es flach wird, oder bergab geht kann ich halbwegs entspannen und ein bisschen Tempo machen. So macht das Spaß.

Der Hammerabstieg, den ich in Erinnerung hatte, ist natürlich deutlich kürzer geworden und nicht mehr ganz so steil wie früher. Da ich wusste, was mich erwartet, habe ich selbstverständlich die Schuhe mit dem Monstergrip an. (Sind eh meine Lieblings-Trailschuhe. Die machen alles mit außer grobem Schotter.) Da kann man dann nach Lust und Laune die Hänge herunter“fallen“. Bergab tut gar nicht weh? Oh, da sind ein paar Muskeln fitter geworden.

Am Berg ist es dann das gewohnte Spiel wie immer: bergauf werde ich in der Regel überholt, da fehlt dann die Kraft (Das ist ja auch Sinn des Tests: WAS muss ich im Training stärker berücksichtigen?), bergab darf ich dann wieder an anderen vorbei laufen.

Nach gut der Hälfte korrigiere ich die potentielle Zielzeit dann wieder etwas. Unter 2:30 ist drin, aber es wird wohl etwas in den Zwanzigern. Immer noch sehr erfreulich für einen Testlauf.

Bergauf nämlich wird es dann mit der Zeit doch anstrengend. Die Gehpassagen weiten sich aus. Und genauso wie damals läuft jetzt hier wieder ein Mann herum, der selbst die steilsten Dinger locker-flockig hoch läuft? Hallo? Wie macht der das?

Flach und bergab ist aber kein Thema. Jetzt habe ich allmählich doch die Uhr im Blick. Nicht quälen ist zwar die Devise, aber wenn es so erstaunlich gut läuft, will ich auch keine Zeit verschenken. (Was so ein Stück Papier an den Brust doch so bewirken kann.)

Richtung 2:20 kann funktionieren, wenn ich nicht trödele und bergab mal gut rollen lasse.Der letzte Berg ist geschafft. Isnichmehrweit.

Dann kommt der letzte Verpflegungsstand, von einem einzelnen Mann besetzt. Ich weiß nicht genau, warum so kurz vor Schluss da überhaupt noch jemand steht. Noch gut 2km. Wer braucht da noch was?

Na, ich glaube der ist als Motivator da. Die Uhren messen ja nicht so supergenau in dem Gelände.

Ich also Stopp und kurz einen Schluck nehmen. Er: „Noch eineinhalb Kilometer.“

Ääääh, was? Nur anderthalb und keine gut zwei? Blick auf die Uhr: ca. 8 Minuten bis 2:15. Ich weiß es geht noch runter, flach und dann bergauf ins Ziel.

Es ist möglich. Sch… auf „Trainingslauf“.

Vollgas los. Waldweg leicht bergab. 200m Singletrail senkrecht den Hang runter ohne Rücksicht auf Verluste. Die Straße lang, durch den Tunnel. Wasser in der Mitte? Und? Da werden die Schuhe vielleicht wieder ein wenig sauberer. Jetzt noch den Berg hoch. Laufen,

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Foto: Ldo da Mota

joggen, Treppe gehen, laufen, Blick auf die Uhr, weiter, es funktioniert, laufen…

Ins Ziel dann doch gehen. Das ist natürlich direkt am Ende der letzten Treppe.

Wäre ja gerne ins Ziel gelaufen. 😉

Yesss,  2:14:xx. Krass. Zwar nur 24 km auf der Uhr, aber ich weiß ja wie es damals war…. Formtest absolut erfreulich. Eher schon erschreckend. Jetzt warte ich mal ab, wie es sich am Montag oder Dienstag anfühlt. Und dann sehen wir weiter.

Und die anderen zwei? Conny unter zwei Stunden? Aber sicher. Sie ist natürlich schon längst geduscht. Wo soll das noch hinführen? 😉

Fazit:  Gelungener Jahresauftakt, nette Strecke mit Spaßgarantie. Ich glaube, da müssen wir nächstes Jahr mit ein paar Leuten wieder hin.

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Vorfreude: X-Trail des Ardennes

Am Sonntag erwartet mich nun der erste „offizielle“ Lauf für dieses Jahr. Keine besonderen Ziele außer Spaß haben. (Und das Hirn nicht direkt ausschalten, wenn die Startnummer an der Brust pappt.) Vielleicht, ganz vielleicht schaffe ich es auch, unterwegs Fotos zu machen. 🙂

Wir fahren in einer netten Mädelsrunde hin und es verspricht die erste richtige (hoffentlich) Schlammschlacht für dieses Jahr zu werden.

Sollte dem nicht so sein, muss ich das wohl einen Monat später beim Crosslauf in Breit nachholen. Der hat Matschgarantie. 🙂

Aber jetzt geht es erst einmal zum X-Trail des Ardennes in Wiltz (Luxemburg). Der Namensbestandteil „Trail“ ist leider ein wenig irreführend. Wenn ich die Strecke richtig in Erinnerung habe, gibt es zwar Singletrailanteile, aber die Waldautobahnen überwiegen. Ich würde die Veranstaltung eher als  Landschaftslauf einstufen. Allerdings ein ziemlich anspruchsvoller. Die Strecke meiner Wahl  25km mit ca. 880 Höhenmetern. (So stand es vor 6 Jahren in der Ausschreibung.) – länger geht hier leider nicht 😉

Leider ist die Veranstalterhomepage nicht wirklich informativ. Da bedarf es einiger Verbesserungen. Zuerst einmal FINDET man die Seite nicht so ohne Weiteres, wenn man nicht weiß, wo man suchen muss. (http://dssports.lu/x-trail-des-ardennes/) Dann fehlen Infos wie Startzeit (erst in der Anmeldemaske), Höhenmeter der Strecken? (Das Profil zumindest findet man und die Verpflegungsstellen sind im Streckenverlauf eingezeichnet – Ohne Kilometerangaben.)

Wie gesagt, war ich in 2011 schon einmal dort, und hatte die ganzen Jahre vor, mir den Spaß noch einmal zu gönnen. Dieses Jahr klappt es endlich.

Besonders gespannt bin ich, wie sich die Runde im Vergleich zu damals anfühlt. Hatte ich doch beim Erstversuch einen gewaltigen Respekt vor dem Profil. Jetzt macht es mir eher Sorgen, dass es „nur“ 25 km sind. Da ist das allgemeine Grundtempo dann doch höher. Und man lässt sich nur zu schnell verleiten, mitzuziehen.

Damals….  heute bin ich 6 Jahre älter  an Lauferfahrung und Training reicher. Lassen wir uns überraschen. 😉

Damals……wiederaufgewärmt:                                                                                                                                Der Laufbericht von 2011. (Da war der Lauf echt krass.)

X-Trail des Ardennes : Einmal im Jahr etwas Verrücktes machen

Einmal im Jahr etwas Verrücktes machen.
Gegen Ende des letzten Jahres befiel mich der Gedanke, dass zum Jahresabschluss noch ein etwas anderer Lauf her müsste. Leider war ich dann an dem betreffenden Termin krank, so dass die Verrücktheit ins Folgejahr weiter geschoben wurde. Zu meiner großen Freude habe ich recht schnell einen Ersatztermin gefunden.
Im Internet stand da unter anderem:

25 km, altitude pos: 885m , altitude neg: 847 m

Na, das klingt verrückt genug. Nur, wie bereitet man sich auf so etwas vor?
Versuch macht kluch.
Da ich sowieso im Marathontraining bin, dürfte die Streckenlänge nicht das Problem sein. Aber die Berge….
Also werden wöchentlich zwei der Trainingseinheiten an den Berg verlegt. Das waren sowohl kürzere Läufe, als auch Intervalle (wenn da 4 Min. steht, wo steht denn, dass die flach sein müssen?), langer Lauf oder TDL.
Nach bestem Wissen und Gewissen vorbereitet geht es dann sonntags auf in die Ardennen.

Ein wiederholter Blick auf das Höhenprofil macht die Sache auch nicht besser. Aufgrund des Maßstabs sehen manche Anstiege aus wie senkrechte Wände, ein Abstieg eher nach freiem Fall. Nun ja, die werden schon wissen, was sie da anbieten.
Auf der Starterliste waren durchaus Wiederholungstäter zu finden. Das lässt die Vermutung aufkommen, dass die Sache durchaus Spaß machen könnte.
Ein Plakat bei der Anmeldung macht deutlich, wie die Strecke markiert ist. Damit nachher niemand verschollen ist. (Die Markierung war wirklich Idiotensicher. )

Es ist noch recht kühl, also bleiben Jacke und Buff mit dabei. Beim Einlaufen friert man wenigstens nicht. Einlaufen? In einem kleinen Park ein paar Runden joggen. Die einzige halbwegs ebene Strecke, die zu finden ist. Allmählich lässt sich erahnen, wie es nachher unterwegs sein wird.

Dann irgendwann endlich geht es zur Startaufstellung. Keine Matte, keine Linie (ist mir zumindest nicht aufgefallen.), aber auf ein-zwei Meter mehr oder weniger kommt es hier wohl auch nicht an.

Und dann geht es los. Die ersten 500m leicht bergab, durch den unteren Teil des Ortes, und nach gut 1 km verschwinden wir auf einem Singletrail im Wald. Der kommt leider so früh, dass es ein ziemliches Gedränge gibt. An überholen ist kaum zu denken. Aber es ist garantiert von Vorteil, wenn man anfangs zwangsgebremst wird. Da kommen noch genügend km, um sich zu verausgaben.
Zuerst bleibt es noch recht flach. Dann kommt die erste Treppe. Hier lieber noch einmal gehen. Überholen hieße im Hang laufen. Nun wechseln sich Wege und Pfade ab. Es geht aber von der Tendenz her stetig nach oben. Ungefähr bei km 3 ist der erste Gipfel erklommen. Es geht eine Straße hinunter bis in einen kleinen Ort. Allmählich wird mir doch warm. Wer hat behauptet, man benötigt etwas auf dem Kopf? Der Buff ist schon längst ums Handgelenk gewickelt. Und eigentlich wäre ich froh, die Handschuhe auch los zu sein. Gesagt, getan. Hände frei machen. Dabei fällt mir natürlich der Buff runter. Also Vollbremsung, zwei Schritte zurück, das gute Stück wieder einsammeln. Und alles verliersicher verstauen.
Wir kommen in das Dorf. Natürlich laufen wir nicht im Bogen die Straße runter, sondern es gibt eine „Abkürzung“ eine kurze Treppe hinunter. (km 5)
Auf der anderen Seite sieht man Läufer, die den nächsten Anstieg in den Wald in Angriff nehmen. Ich habe inzwischen das Gefühl, allmählich eingelaufen zu sein. Der Anstieg ist moderat und (noch) auf Asphalt. Da kann man dann auch mal etwas zügiger werden. Weiter geht es im Wald bis zum ersten Verpflegungspunkt. (km 6). Und danach geht es dann auch gleich zur Sache. Scharf links um die Kurve. Und (zumindest dem Gefühl nach) senkrecht den Hang hoch.
Allmählich fängt das ganze an, richtig Spaß zu machen.
Der nächste Abstieg kommt bestimmt. Hier in Form eines breiteren Waldwegs. Den kann man teilweise richtig schön runterbrettern. Ein Stück laufe ich zusammen mit einem Mann. Wir kommen von hinten an eine Gruppe von 5-6 Läufern heran. Weiter geht es zusammen den Weg hinunter.
Ich schaue mir die Startnummern an. Alle bis auf einen haben eine schwarze Nummer. Ich orange. Mist.
Die Folge des ganzen: Am Fuß des Berges, nächste Verpflegungsstelle und Teilung der Strecke. 14km rechts, 25km links.
Schwupps biegt der ganze Trupp nach rechts ab. Nach links sind wir nur noch zu zweit.

Allerdings ist den Läufer ein Stück zu schnell für mich. Da mit zu rennen traue ich mich nicht. Es sind ja noch ein paar Kilometerchen zu laufen.
Ein Stück geht es (fast) eben weiter. Dann natürlich – wie sollte es anders sein – wieder hoch. Vor mir ein Läufer, der immer abwechselnd läuft und geht. Der sollte doch irgendwann zu kriegen sein…. Die Abschnitte bergauf sind ja immer 1,5 bis 2 km lang. Da hat man viel Zeit.
Irgendwann habe ich ihn eingeholt. Zu meinem Leidwesen spricht er wenig Deutsch, lieber Französisch. Vermutlich ein Belgier.
Meint, er ist nicht fit. Wäre besser zu Hause geblieben. Trotzdem können wir eine Weile zusammen laufen. Eine nette Abwechslung zu den einsamen Teilen. Aber kurz vor Ende des höchsten Anstiegs ist es soweit. Er wird langsamer.
Ich bin wieder allein. Recht zügig werde ich von einem jüngeren Läufer überholt. Kein Gedanke an mitlaufen. Bergauf bin ich nach wie vor eine Schnecke.
Dann ist die Höhe erreicht. Hier bin ich nun doch froh, die Jacke dabei zu haben. Es weht ein heftiger Gegenwind. Und man hat einen grandiosen Ausblick. Wie auch zwischendurch immer wieder. Sofern man nicht auf den Boden starrt, um sich nicht die Haxen zu brechen.
Ein Stück über eine Straße. Weiter vorne kann ich drei einzelne Läufer sehen.

Dann kommt wieder ein Verpflegungspunkt. Wie weit noch? Sie sind sich uneinig. Noch 7 oder 8 km. Ich versuche zu überschlagen, welche Zielzeit drin ist, aber man weiß ja nicht, was noch so kommt. Und das Hirn ist auch schon ziemlich leer. Das Blut wird in den Beinen gebraucht. Denn….

Da ist er, der Abstieg der Abstiege. Ein schmaler Pfad im engen Slalom den Steilhang hinunter. Kaum zu erkennen unter der Blätterschicht. (Ein Hang, bei dem ich auf einer Wanderung vermutlich den Kindern eindringlich raten würde, auf dem Pfad zu bleiben, damit sie nicht den Hang runterpurzeln.)
Deutlich zu erkennen hingegen die Spur, die die Läufer von mir hinterlassen haben.
Slalom? War gestern.
Heute haben wir es eilig. Die dunkle Linie aufgewühlter Blätter zieht sich senkrecht den Hang hinunter. Nun ja, dann ist es wohl möglich. Im freien Fall? Nee, es fühlt sich eher so an, als ob man bei jedem Schritt aus vollem Lauf stoppt. Allmählich beginnen die Oberschenkel zu mosern. Isnichmehrweit. Wieso mache ich das? Isnichmehrweit. Verdammt, ist das anstrengend….

Und unten angekommen. Möglichst locker die nächsten 300m Waldweg zum Verpflegungsstand laufen. Denn danach kommt was ganz nettes: Ein hubbeliger Pfad parallel zum Hang, kaum weniger schräg als der Hang selbst. Ungünstiger Zeitpunkt. Die Beine fühlen sich an, als ob sie gleich zu sind. Selber Schuld, wenn man bergab keine Wege benutzt. Hoffentlich dauert das nicht zu lang.
Allmählich werden die Beine lockerer, der Weg etwas ebener.
Ein Stück gehrt es an der Eisenbahn entlang. Dann geht es natürlich wieder bergauf. Hier erlaube ich mir nun, die steilsten Passagen zu gehen. Laufend wäre ich inzwischen auch nicht mehr schneller.
Das Beste ist das Wissen: Das ist der letzte große Berg. Danach kommt nur noch der Schlussanstieg zum Ziel.
Bergauf werde ich von einem Mann überholt. Der kann mit seinen langen Beinen einfach schneller gehen.
Der letzte Berg ist erklommen. Die Beine tun weh. Aber es geht wieder runter. Man kann das Schloss auf dem Nachbarberg sehen. Das Ziel. Jetzt ist es wirklich nicht mehr weit. Vielleicht 2 km? Einfach runter und wieder hoch? (Nee, noch mindestens drei. Wie ich im Nachhinein herausgefunden habe.)
Ein schöner Waldweg, auf dem man es noch mal wieder so richtig rollen lassen kann. Der „Überholer“ joggt vor mir. Ob er Probleme mit den Knien hat? Oder ist er vom Berg so platt? Erstaunlicher Weise sind die Beine jetzt wieder locker. Kurz mit dem Fuß auftippen, fallen lassen, auftippen, fallen lassen. So sehr ich mich bergauf auch quäle. Runter geht immer.
Die Ernüchterung folgt auf dem Fuße. Das heißt, am Fuße des Berges.
1. es geht nicht geradeaus durch den Ort zum Schloss hoch. Die Strecke biegt nach links ab. Ins Ungewisse.
2. Die Leichtigkeit ist irgendwo auf der Strecke geblieben. Ebene Asphaltstraße. Einfach zu laufen. Nur irgendwie komme ich nicht richtig von der Stelle.

Eigentlich müsste ich rechts abbiegen. Die Augen suchen nach dem Hinweis, dass ich das auch endlich darf. Ja, da vorne über den Campingplatz/Sportplatz(?) und dann …bin ich hier richtig?? Da ist ein schmaler Tunnel. Für ein Rinnsal, das unter der Eisenbahn durchgeleitet wird. Vielleicht 1m breit, 1,80 oder 1,90 hoch. Wird schon stimmen. Also rein. Am Ende versperrt ein kniehoher Felsen den Ausgang. Ich höre Schritte hinter mir. Entweder ich bin hier richtig, oder ich habe jemanden in die Irre geführt.
Nach dem Rausklettern sieht man dann aber doch wieder Markierungen. Und zwei Gendarmen weiter vorne auf einer Straße, die man überqueren muss. Uns jetzt nur noch hoch zum Chateau. Nur noch? Trampelpfad, Treppen, und 50, 60, 70?? Höhenmeter…. Eine Mischung aus gehen und laufen.
Nach ein paar Biegungen des Pfades Blick zurück. Mehrere Läufer über die Strecke verteilt. Aber eine Frau kann ich nicht entdecken. Also kein Grund zu (extremer) Eile.
Die letzte Biegung. NOCH eine Treppe. Dann ist man im Bereich des Schlosses. Dort noch eine kurze Treppe hoch.(gehen) Hoffentlich ist es danach wieder eben. Ich will ins Ziel LAUFEN.
Das tue ich dann auch.
Mensch, bin ich fertig.
Und Wahnsinn, das hat suuuper Spaß gemacht.

 

 

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Traumhaft

Und wieder ein Sonntag. Zeit für einen längeren Lauf. Zumindest, wenn ich früh genug los komme. Das bedeutet dann (Blick aufs Thermometer: -8,8°C): kkkaaaaltttt.

Aber: Der wolkenlose Himmel lässt erahnen, dass es wieder ein Sonnen-Sonntag wird. Traumhaftes Wetter. Da lasse ich mich von ein paar Minusgrädchen nicht schrecken. Als Zugeständnis ziehe ich eine etwas dickere Jacke an und eine zweite Schicht Handschuhe. Die Hände sind meistens das Hauptproblem. 😦

Einen vagen Plan, wo man so langlaufen könnte, habe ich auch schon. Seit Längerem spukt die Idee in meinem Kopf herum, dass man die drei Traumschleifen hier in den nächsten Umgebung – Trierer Galgenkopftour, Morscheider Grenzpfad und Romikaweg –  auch irgendwie verbinden kann. (Nein, ich laufe nicht alle komplett, das wäre dann doch  – zumindest momentan -zu viel des Guten.)  Aber die Strecke verspricht recht nett zu werden und selbst bei diesem Traumwetter nicht so rappelvoll mit Spaziergängern.

20170122_090328Einsame Morgenstunde

Vor kurzem las ich über die Gefahren, die einem beim Laufen so erwarten können. (http://www.der-postillon.com/2015/01/jogger-nutzt-letzte-kraftreserven-um.html)       Also setze ich die Empfehlung, die zum Schluss gegeben wird vorsichtshalber mal um: Einzeltraining abseits von Fitnessstudio und öffentlichen Wegen. 😉

Als erstes muss ich dafür natürlich mal aus der Zivilisation raus. Da geht recht schnell. Start am Weidengraben, directement ins Tal zur Weinbaudomäne und – weil es so schön ist – senkrecht den Hang wieder hoch. Es gibt dort etwas wegähnliches, das sich auch laufen lässt.(Gehen geht natürlich auch.) Vorbei an der Siedlung, die Anno dazumal für die Arbeiter der Domäne20170122_091654 errichtet wurde geht es weiter auf die Höhe oberhalb von Tarforst und Filsch. Dort treffe ich dann auf die erste Schleife, die Trierer Galgenkopftour, der ich entlang des Waldsaums folge, dann zum Aussichtspunkt bei der Fliehburg Naumett und über einen Pfad weiter in Richtung Korlingen. Zwischendurch ein paar Bilder gemacht. Handschuhe aus, Finger abfrieren, Handschuhe an… zu viele werden es heute wohl nicht.

Kurze Zeit später erreiche ich einen asphaltierten Weg und folge ab hier dem Rundweg Ko1 talwärts. Die Wildschweine haben sich auf dem Pfad anscheinend vor einiger Zeit auf Nahrungssuche begeben. Dementsprechend sieht der Untergrund aus. Uneben bis zum Geht-nicht-mehr. Und leider dazu noch fest gefroren. Locker laufen ist anders.

Ganz unten im Tal angekommen trifft man auf die Straße durchs Ruwertal. Heute ist nicht wirklich etwas los und der unschöne Bereich schnell durchquert. Der Weg führt über die teilweise gefrorene Ruwer, vorbei an der Studentenmühle und über den Ruwertalradweg und erreicht nach wenigen Metern den Morscheider Grenzpfad.

Da ich ihn nur halb laufen will – bis zum Langeichhof oberhalb von Lonzenburg – wähle ich die Hälfte mit dem deutlich höheren Trailanteil. Ruwertalseite. Im Schatten. Kkkaaaltttt. Selten war ich so froh über Bergaufpassagen. Je steiler desto besser. Und die häufen sich hier. Gerät man dann allerdings unversehens in die Sonne, ist es ja sowas von heiß, dass man sich fragt, warum man vorhin diverse Schichten übereinander angezogen hat.

20170122_100341

Im Weinberg oberhalb von Sommerau zum Beispiel. Die Burg im Tal noch halb im Schatten. Ein schöner Blick. Und dann diese Bank. Jetzt ein Picknickkorb und 25 Grad. Das wär´s. Bei den vorherrschenden Temperaturen allerdings lässt mich das ganze im wahrsten Sinne des Wortes kalt.

Immer weiter geht es nach oben. An dem Punkt, der Lonzenburg (und dem Romikaweg) am nächsten liegt, beschließe ich, doch noch bis ganz oben zu laufen. Den Blick will ich mir nicht entgehen lassen. An einer Stelle weisen auch ein Paar Schilder auf die Orte hin, die man im gegenüberliegenden Hang sehen kann. Ab hier folge ich so ungefähr der alten Wegführung des Grenzpfads, da ich den „Umweg“ nach links nicht noch mitnehmen will, sondern in relativ direkter Linie zum höchsten Punkt weiter.

Kurz vor dem Langeichhof ist es soweit. Der höchste ist Punkt erreicht, der Blick phantastisch. Das nächste Ziel liegtjetzt so ungefähr schräg links unterhalb. Da muss ich irgendwie hin. Also die erstbeste Fahrspur bergab gewählt und mal sehen, wo man so rauskommt. Ein wenig schneebedeckte Straße in Serpentinen, Waldweg, runter, runter, und passgenau oberhalb von Gusterath Tal auf den Romikaweg gestoßen. Geht doch.

20170122_103349Sieht nach Weg aus…

Da noch genügend Zeit ist, wähle ich die weitere Strecke. Mehr Landschaft, mehr Trail. Durch Lonzenburg, an der Ruwer vorbei. Dort begegne ich nach einiger Zeit einem Wanderer. Ganz so einsam ist es also doch nicht. Aber ich laufe keinerlei Gefahr, irgendwetwas beweisen zu müssen. Hat er doch sichtbar das Rentenalter schon länger erreicht. 😉

20170122_110643Die Ruwer ist stellenweise zugefroren

Dann führt der Weg durch das Gelände der Karl-May-Festspiele, das im Schnee völlig 20170122_111801verwaist daliegt. Einen Pfad hoch (gehen… das mit dem Hochlaufen ist nicht mehr gaaanz so interessant). Am Ortsrand von Gusterath stellen sich auch noch ein paar fiese kurze Anstiege in den Weg. Dann führt der Weg gemächlich an der Grillhütte vorbei. Der Blick auf die Uhr dagt, dass jetzt keine extra-Kilometer mehr drin sind. Wirklich böse drum bin ich nicht. Dementsprechend wähle ich dann auch aus dem Wald heraus den direktesten Weg. Der ist kürzer und streiler als die Alternative. So steil, dass es meinem Ego definitiv keinen Abbruch tut, wenn ich den gehe. 😉

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Zurück über die Korlinger Höhe. Alles zugeparkt, jede Menge Schlitten fahrender Kinder. Schnell auf den nächsten leeren Weg. Noch ein kurzer Teilabschnitt der Galgenkoprftour.

Die letzten 3 km „darf“ ich dann nochmal Straße laufen. Bergab. Zum verschönern der Durchschnittspace (als ob das noch was ausmacht.)

Und es war alles drin. Wiesen, Felder, Nadelwald, Laubwald, ein lichtes Birkelwäldchen, in dem man sich weit in den Norden versetzt fühlt. Schnee, von jetzt auf gleich alles schneefrei, vereiste Bäche, sonnige Weinbergshänge. Und das alles direkt vor der Haustür. Wunderschön.

Ach ja: Runter laufen geht noch gut. Hoch muss wirklich nicht mehr sein. Da weiß ich ja, was so zum Sommer hin noch besonderer Aufmerksamkeit bedarf. 🙂

 

 

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Königlich

..waren mein letzter Lauf im vergangenen und der erste im neuen Jahr.

Zu allererst, weil sie im Urlaub stattfanden. Einfach mal raus aus dem Alltag und in die weite Welt. Naja, bis an die Ostsee haben wir es immerhin geschafft.

Sassnitz. Nationalpark Jasmund. Kreidefelsen. Buchenwälder. Meer. Herrlich.

Am Silvestermorgen der Jahresabschlusslauf. Schon mal ein Teilstück des Wegs zum Königsstuhl getestet. Zwei Kilometer durch den Ort und dann nur noch Wald, Wald, Wald. Ich hätte ewig weiterlaufen können, aber die Uhr – und mein Gewissen – haben mich dann irgendwann zurückgeschickt.

Zwei Tage später durfte ich dann die „ganze Runde“ laufen. Mehr Zeit eingeplant, früh genug los und ich konnte die Strecke bis zum Königsstuhl ausdehnen. Aufgrund meiner an dem Tag recht dürftigen Orientierung bin ich nach einem kurzen Schlenker durch den Wald, denselben Weg zurückgelaufen. Was nicht weiter schlimm war, denn die Landschaft ist einfach herrlich.

Bäume soweit das Auge reicht. Man fühlt sich geborgen und behütet. Aber über die Felskante erstreckt sich ein Blick bis zum Horizont über das Meer. Weite.

Ich war übrigens der irrigen Annahme, dass es dort hügelig ist. Ähäm, tja, ziemlich würde ich sagen. Habe immerhin über 500 Höhenmeter gesammelt auf 23km.

20170102_103533Ein paar hundert Meter bevor es aus dem Wald wieder auf die Straße und in der Ort ging, habe ich mir dann die erste Schlammpackung für das Jahr geholt (soll ja gesund sein). Das letzte Matschloch in der Kurve erwischt und schwupps, da lag sie. (Schön weich gefallen immerhin.)  Die Blicke der entgegenkommenden Spaziergänger im Ort waren teilweise interessant. 😉

Morgenstimmung

 

Nachmittags habe ich mir dann den Sohn geschnappt und wir sind die 10km in eine Richtung gewandert. Jetzt endlich Zeit, um viele Fotos zu machen. Das Wetter nach wie vor strahlend, dementsprechend viele Wanderer resp. Spaziergänger unterwegs. Leider.

Oh, und die Anstiege und Treppen waren echt fies.

 

 

 

 

 

 

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Das Allerletzte

Dieser Lauf war das Allerletzte.

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Die allerletzte Runde in heimischen Gefilden für dieses Jahr. Eine Runde Morscheider Grenzpfad. Nebel im Tal, Raureif an den Ästen, Sonne auf der Höhe.

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Eigentlich hätte man ständig stehen bleiben müssen, um alles in Ruhe zu betrachten.

 

 

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